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Liebe Leserin, lieber Leser,

unsere Informationsveranstaltung am 17. März 2017 in Geisenhausen war großartig besucht, wir waren so viele wie noch nie. Danke an jede und jeden, der sich auf den Weg gemacht hat! Alle, die nicht teilnehmen konnten, finden unten in diesem Newsletter einen Kurzbericht.

Leider ist nicht die Zeit, um sich gemütlich in den Garten zu setzen und den Krokussen beim Wachsen zuzusehen. Bis zum 16. Mai wollen wir wieder Sand in den politischen Betrieb und in die Autobahnplanung streuen, denn:

Das Raumordnungsverfahren zur Landshuter Ost-Süd-Umfahrung läuft

Dabei geht es um die Varianten 1a, 1b und 1c aus dem Landshuter Dialogforum, die auf nebenstehender Karte abgebildet sind. Jede Variante verbraucht ca. 85 – 90 ha Fläche wertvolles Ackerland, Wälder und Erholungsgebiete. 

Machen wir uns nichts vor: Die Ost-Süd-Umfahrung Landshuts ist richtunggebend für den weiteren Verlauf der B15 neu. D.h. damit sind nicht nur die Landshuter betroffen, sondern letztendlich alle, die südlich von Landshut im Trassenkorridor leben.

Wir geben nicht auf. Es ist Zeit zu handeln: Bis 16. Mai kann sich jedermann und jedefrau ins Verfahren um die Ost-Süd-Umfahrung einbringen und eine Stellungnahme abgeben.

Tipps fürs Argumentieren, noch mehr Informationen

Schreiben Sie an die Regierung von Niederbayern, dass Sie alle drei Alternativen 1a, 1b und 1c für verfehlt halten, weil sie das Ziel, nämlich die Entlastung der Landshuter Innenstadt vom Verkehr, nicht erreichen. Denn der Landshuter Ziel- und-Quell-Verkehr mit seinen rund 20 000 Kfz/Tag wird durch die angebotenen Varianten nicht gemildert. Das sagen auch die Experten. Und auch für den Fernverkehr mit derzeit rund 8000 Fahrzeugen täglich ist ein solcher Landschaftseingriff, wie ihn die drei Varianten darstellen, absolut überdimensioniert; zu Vergleich: durchschnittlich fahren auf deutschen Bundesstraßen bis zu 20 000 Kfz/Tag. Zugegeben, es mag manche Bewohner des Münchner Ostens erfreuen, wenn die A 99 dadurch entlastet werden würde, aber netto bringt das 1. keine CO2-Einsparung, und 2. bedeutet der Weiterbau über die A 92 für uns die Zerstörung unserer Heimat.

Wer seine Argumentation zum Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2030 noch hat, kann diese recyceln, die Argumente sind ja unverändert. Oder Sie bedienen sich bei den vielen Argumenten gegen die gelbe Autobahn auf www.stop-b15-neu.de/mehr-info/

Auf unserer Website haben wir die wichtigsten Informationen für die Öffentlichkeitsbeteiligung am Raumordnungsverfahren der Ost-Süd-Umfahrung Landshut zusammengestellt: Um was es geht, wo man vor Ort die Unterlagen einsehen kann, wo man an weiterführende Informationen der Regierung von Niederbayern zum Raumordnungsverfahren kommt usw. Dazu einfach hier anklicken.

Und wohin damit?

Alle Landshuter, Adlkofener, Altfraunhofener, Essenbacher, Geisenhausener, Kumhausener und Vilsheimer schicken ihren Einspruch am besten formlos an ihre Gemeindeverwaltungen. 

Oder, wie alle anderen entlang der Trasse,
schicken Sie Ihre Stellungnahme direkt an:
 

Regierung von Niederbayern
Jürgen Schmauß oder Stefan Esch
Postfach 
84023 Landshut

oder per Mail an:
juergen.schmauss@reg-nb.bayern.de
oder an:
stefan.esch@reg-nb.bayern.de

mit dem Betreff:
B15 neu, Ost-Süd-Umfahrung Landshut – Raumordnungsverfahren

Wir freuen uns wieder über Ihre Kopien an stellungnahme@stop-b15-neu.de  – denn sicher ist sicher, damit nichts verloren geht oder "nicht ankommt" bei der Regierung!

 

Wichtig ist es, dass Sie Ihre Stellungnahme bis 16. Mai abgeben. 

Nach dem Bayerisches Landesplanungsgesetz (BayLplG), Art. 25 Abs. 5, ist die Öffentlichkeit im Raumordnungsverfahren zu beteiligen. Die Regierung muss die Stellungnahmen prüfen! 
Beteiligen kann sich jeder, nicht nur betroffene Anwohner!

Also nichts wie ran!

Nach Abgabe Ihrer Stellungnahme ist dann wieder viel Zeit für den Garten und die Krokusse.


Stop B15 neu an der A 92!

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Kurzbericht

Infoversammlung in Geisenhausen am 17. März

Der Wirtshaussaal in den Geisenhausener Brauhausstuben war fast bis auf den letzten Platz besetzt. Das Interesse an der B15 neu und der Widerstand dagegen ist offenbar ungebrochen und – sieht man unsere Besucherzahl als Beleg – stärker denn je.

Zu Beginn berichtete unsere Vorsitzende Gisela Floegel über die Aktivitäten des vergangenen Jahres. 

Danach gab Reinhold König vom BN einen eindrücklichen Bericht über das Dialogforum mit seiner "teilweise eisigen Atmosphäre". Grund für den BUND – und für uns –, eine EU-Beschwerde einzureichen, gab es, weil beim BVWP die Klimaschutzziele nicht beachtet und die Kosten für den Lärmschutz vernachlässigt wurden.

Dr. Thomas Gambke von Bündnis 90/Die Grünen zitierte das Potsdamer Klimainstitut, welches vorhersagt, dass Deutschland seine verbindlichen Klimaziele nicht erreichen wird. Selbst CSU-Experten sagen, dass ab 2020 keine fossil betriebenen Fahrzeuge mehr zugelassen werden dürften, wenn die CO2-Zunahme gestoppt werden soll. Ein starkes Argument!

Richtig aufmunternd wurde es mit Rechtsanwalt Dr. Uli Kaltenegger. Er machte deutlich, dass Projekte im Bundesverkehrswegeplan (BVWP) lediglich besagen, dass ein Bedarf erkannt wurde. Was genau umzusetzen ist und wie, darüber sagt der BVWP nichts! Das gerade angelaufene Raumordnungsverfahren der Ost-Süd-Umfahrung Landshut untersucht demzufolge erst einmal ausgewählte Alternativen auf ihre Realisierbarkeit. Es entscheidet nicht über das Ausscheiden anderer Alternativen oder über die Umsetzung. D.h. für uns: In der Bürgerbeteiligung dürfen wir auch zu den nicht ausgewählten Alternativen Stellung nehmen – also z.B. zur innerstädtischen Variante 9, zur Flughafentangente Ost (FTO), die auch schon eine Nord-Süd-Verbindung darstellt, oder zum gezielten Ausbau des ÖPNV in Landshut. Erst danach bewertet die Planfeststellung die Vorlagen aus dem Raumordnungsverfahren und bringt sie zur Entscheidung. Und erst dann sind Klagen von Verband und Privat möglich.

Unsere Kriegskasse ist dafür gut gerüstet. Und auch der Bund Naturschutz ist gut vorbereitet.

Rosi Steinberger von den Landtags-Grünen bezeichnete die von den Befürwortern als Kompromiss angebotene "Einhausung" der B15 neu an der Isarleite als Trick. Denn der Tunnel endet schließlich irgendwo. Und was passiert mit dem Verkehr danach? Sie berichtete, dass Die Grünen aus Bayern bei der Uni Freiburg ein Forschungsprojekt zur B15 neu in Auftrag gegeben haben. Die Ergebnisse werden für Sommer 2017 erwartet, rechtzeitig zur Planfeststellung.

Fritz Wenzl, Mitglied im Gemeinderat des Marktes Essenbach, erzählte, dass Essenbach schon heute massiv vom B15 neu-Ausbau betroffen ist. Der geplante Lärmschutz auf der Isarleite, so ist er überzeugt, ist aufgrund der örtlichen Topologie (Hang) wirkungslos, und die Abgase werden ins Tal fallen. Obwohl Essenbach seit 2005 einen Beschluss gegen den Ausbau der B15 neu hat, schert sich der Bürgermeister nicht um diesen Beschluss.

Willi Kreck von der BI Oberbergkirchen hatte aktuelle Aufnahmen vom Bau der A 94 bei Oberornau, Rattenkirchen und bei Obertaufkirchen. Wir geben sie hier im Auszug mit freundlicher Genehmigung der BI Oberbergkirchen wieder.

© BI Oberbergkirchen

Mit einem Blick auf diese Aufnahmen kann keiner mehr sagen, er habe nicht gewusst, was auf uns zukommt, wenn auch die B15 neu durch unsere Heimat gepflügt wird.

Einen Pressebericht zur Versammlung finden Sie auf www.stop-b15-neu.de/pressespiegel/

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Schon gesehen?

Wir sind seit einiger Zeit auch auf YouTube. Die Probleme mit der B15 neu bei Ohu sehen Sie hier.

Viele unserer Filme hat Jan Parizek für uns gemacht. Aus eigenem Antrieb ist er auf uns zugekommen und hat uns mit seinen ersten Filmen sofort begeistert. Vielen Dank für dein Engagement, Jan!

 

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Stop B15 neu an der A 92! Wir bleiben dran!

Mit den besten Grüßen
von der Gemeinschaft der Betroffenen und Gegner der B15 neu

hier nicht
und nicht anderswo

Die B15 neu zerschneidet unsere Heimat! Sie vernichtet Bauern, Land und Höfe! Sie belastet viele neue Ortschaften! Sie verhindert sinnvolle Verkehrslösungen! Sie verschwendet Steuermilliarden, egal auf welcher Trasse!

Wir brauchen endlich Lösungen! Deshalb

• sind wir für den Stopp der B15 neu an der A 92.

• wollen wir keine weitere Fortsetzung der jahrzehntelangen Blockade gegen sinnvolle und gewünschte Verkehrslösungen.

• treten wir ein für eine echte Verkehrslösung für Landshut.

Ziel muss es sein, dass die Verbesserung der Infrastruktur von den Bürgerinnen und Bürgern mitgetragen wird.

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