K wie Kosten für Gemeinden und Bürger

 

K

 

Unkalkulierbar:

Kosten für Gemeinden und Bürger

 

Städte und Gemeinden in Deutschland haben nach einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) vom 23.4.2014 die Verantwortung für 610.000 Kilometer Straßen und 67.000 Brücken, die Länder für 86.600 Kilometer Straße. Gewiss gibt es Instrumente, mit denen der Bund Ländern und Kommunen fördernd unter die Arme greift. Dennoch, der Stau bei Unterhalt und Sanierung unserer Verkehrsinfrastruktur ist enorm.

Die Daehre-/Bodewig-Kommission bezifferte 2013 nach dem selben Bericht der FAZ ein Erhaltungsdefizit von jährlich 7,2 Milliarden Euro und darüber hinaus den zusätzlichen Bedarf von 2,7 Milliarden Euro über die Laufzeit von 15 Jahren, um den aufgelaufenen Investitionsstau aufzulösen.

Werfen wir einen Blick auf die aktuelle Baustellen-Landschaft zwischen Heldenstein und Dorfen. Nicht nur die A 94 wird dort in die Landschaft gegraben, auch zahlreiche Verbindungsstraßen müssen verlegt werden, Brücken und Unterführungen entstehen neu. Wasserwirtschaftliche Infrastrukturen, Stromtrassen und Belange der Rettungsdienste sind neu zu errichten.

Die Kosten für den Neubau und die zukünftigen Unterhaltskosten liegen wie Blei auf den Schultern derer, die sie erwirtschaften müssen. Und das sind wir Bürger – mit Kfz-, Mineralöl- und Energiesteuer, Maut und „Schlaglochabgabe“.

Und manch einer, der sich zuvor am Feierabend der offenen Wiesen hinterm Gartenzaun erfreuen konnte, hat darüber hinaus jetzt eine Umgehungs- oder Zubringerstraße vor der Nase. Mit dem demografischen Wandel wird die anteilige Beteiligung der Anwohner an kommunalen Straßensanierungen endlich vollends zum Drama.

Politiker drohen, ohne Autobahn sei unsere Region nicht zukunftsfähig. Wenn das so wäre, haben sie die letzten Jahrzehnte schon in die falsche Richtung gebaut. Wir brauchen nicht noch mehr davon.

 

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