Kolumne: Über Abenteurer und s’Bescheidsogn

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Friseurin Anni berichtet

 

So, jetzt hamma a Raumordnungsverfahren für drei Varianten der Weiterführung von der B15 neu … Und natürlich is aa do wieder des Motto größer, breiter, teurer. So wie immer, wenn’s bei uns ums Autofahr’n geht.

 

Die Autohersteller machan ständig no schwerere, aufblasenere, schnellere Modelle – mit entsprechendem Treibstoffverbrauch – und kennan de Fahrzeuge bei uns a wunderbar ausfahrn, weil wir ja eins der wenigen Länder auf der Welt san, de koa Tempolimit ham. Da kommt der Abenteurer noch auf seine Kosten!

 

Und die Umfahrung von Landshut muaß natürlich dann aa vierspurig werden, is ja klar. Wenn’s bisher no koa oanzige Umfahrung geben hat, dann muaß ma ja sofort von 0 auf 200 geh. Ob’s es braucht oda ned. Des segt ma ja dann, wenn’s baut is, sogn’s.

 

Do hat’s dann scho a heftige Diskussion gegeben, bei mir im G’schäft. De oane war a Kampfbefürworterin der B15 neu, der andere wui aa eigentlich a große Straß, aber halt möglichst weit weg vo sein’ Wohnhaus, und dann war no oana do, der gmoant hat, dass a Umgehung vo Landshut ja scho relativ nah an Landshut dro sei muaß, und bestimmt ned vierspurig sei brauchat bei ca. 5500 Fahrzeuge am Tag.

 

Die gute Nachricht is, dass i jetzt auf der Gemeinde bis zum 16. Mai 2017 eine Stellungnahme zu den Varianten 1a, b, und c abgeben konn, weil ma muaß scho Bescheid sogn, wenn ma mit ebbs ned einverstanden is. Do geh i glei morgen in’d Amtsstund und gib meine Einwände weida.

 

Vielleicht seng ma uns ja,

Bis zum nächsten Mal
Eure Anni

23. 3. 2017

 

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