Kolumne: Von wegen Bürgerbeteiligung

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„Von wegen Bürgerbeteiligung

 

Aktuell wird von unserem Gegenspieler hinter den Kulissen alles in die Waagschale geworfen: die B15 neu soll möglichst schnell und lautlos über die A 92 an Landshut vorbei gebaut sein. Fakten schaffen ist die oberste Strategie und Devise.

Mit dem verabschiedeten Bundesverkehrswegeplan 2030 dürfen die Offensivspieler „Staatliches Bauamt Landshut“ und „Autobahndirektion“ die Planungen vorantreiben, ganz offiziell. Erst wird in 2017 raumgeordnet, dann bis 2019 planfestgestellt. Danach wird in 2020 sofort gebaut, weil: das benötigte Geld für den B15 neu-Wahnsinn hat man ja schon in der Tasche. Soweit der Plan.

 

Wenn wir in unseren Reihen nicht so aufmerksame Abwehrspieler hätten, würde das alles wohl reibungslos funktionieren. Aber um Landshut haben sich unsere Teamspieler warm gelaufen und wehren sich nun tapfer gegen den bevorstehenden Planungsirrsinn. Ob im Kleinen Vilstal oder im Großen Vilstal – die Bürger merken, dass sie nicht nur Verkehrslärm und -dreck der Stadt Landshut schlucken sollen, sondern dass sie obendrein der überregionale Verkehr mit zusätzlichen zehntausenden von Fahrzeugen täglich überschwemmen wird.

 

Dass sich die Verkehrslawine in das niederbayerische Land förmlich hineinfressen wird – ohne Rücksicht auf Anwohner und Landwirte – um dann alle anschließenden Straßen wie die B299 und B15 alt zu überfluten, das zeigt sich jetzt mehr und mehr. Allerdings sagen wird dies von den Gegenspielern keiner, dazu haben sie nicht den Mumm. Und als nächstes ist dann das oberbayerische Hügelland an der Reihe, um unter einer Betondecke zu verschwinden. Schönes Bayernland ade.

 

Merkts‘es langsam?! Weil jetzt die Politiker und die Straßenlobby loslegen dürfen, werden wir Bürger nicht mehr gefragt. Wir dürfen nicht mehr teilhaben am Spiel, wir sind des Feldes verwiesen. Unbequem sind wir denen und lästig. Die Politiker, die von uns gewählt wurden, die brauchen uns jetzt nimmer.

 

Hintenrum ist nun die Taktik des Gegners

Deswegen ist es wichtig, nun Flagge zu zeigen. Eine undurchdringliche Bürger-Abwehrkette gegen die B15 neu um Landshut und gegen jegliche Raumordnungsvariante muss sichtbar und hörbar sein. Varianten 1a, 1b, 1c schwirren durch die schöne Landschaft um Landshut, und wie man hört, soll es sogar schon Varianten 1d und 1e geben.

 

Ja, auch dich, du noch nicht Betroffener, auch dich kann es erwischen, so wie jeden, der südlich von Landshut im sogenannten Korridor der B15 neu-Trasse lebt. Daher ist es wichtig, dass das Team der Bürger geschlossen gegen den Bau der B15 neu steht.

 

Die da oben brauchen nicht meinen, dass das Spiel entschieden ist. Im Gegenteil. Wir werden alles unternehmen, was zu unternehmen ist in diesem Spiel. Über die Verlängerung hinaus. Bis ins Elfmeterschießen.

 

2020, des, werte Politiker, des kennt‘s vergessen. Die erste Beschwerdeklage ist schon unterwegs.
Euer Co-Trainer“

19. 1. 2017

 

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