Kolumne vor der Bayernwahl: Der Co-Trainer hat ganz eigene Gedanken über einen Spielverderber

Liebe Leser der Kolumne,


einige Spielzeiten sind seit meiner letzten Kolumne verstrichen. Seitdem gibt es neue Verkehrsminister im Autoland, sowohl im Bund als auch bei uns im schönen Bayernland. Aber bedeutet das jetzt neue Konzepte oder neue Ideen? Weit gefehlt, das sinnlose Betonieren und Versiegeln unserer Heimat hat weiterhin Hochkonjunktur. Von einer Wende in der Verkehrspolitik ist weit und breit keine Spur.

 

Man muss es wohl so sagen: Das Bundesverkehrsministerium samt all seiner bayerischen CSU-Minister ist verkommen zu einer Marionette von Automobilindustrie und Wirtschaftsverbänden. Oder kurz und knapp: es ist ferngescheuert.

 

Entsprechend artig hört man den ferngescheuerten Minister: eine B15 neu von Landshut bis nach Rosenheim will er ganz dringend und eilig. Persönlich will er sich dafür einsetzen, Tag und Nacht. Weil: Hohe Priorität und wichtig für unser Bayernland. Offenbar kommen die Lkw-Kolonnen nur mit einer leistungsstarken, möglichst vierspurigen B15 neu Richtung Brenner. Vorbei an Regensburg, Landshut und Rosenheim und dann über die A 93 ins schöne Inntal. Schneller, weiter, effizienter, so meint er.

 

Aber Halt, da gibt es einen Spielverderber. Erdreistet sich doch ein Tiroler Freiheitskämpfer, Widerstand zu leisten gegen die bayerischen Pläne und gegen die antiquierte Verkehrspolitik unseres ferngescheuerten Ministers. Es ist die Rede vom Landesvater aus Tirol, dem Herrn Plattner. Er will sein gleichfalls schönes Bundesland vor der bayerischen Lkw-Sintflut bewahren und seine verkehrsgeplagten Bürger schützen vor Dreck und Lärm.

 

„Blockabfertigung an der Grenze für alle Lkws ab fünf Uhr in der Früh“, so schallt es den Bayern aus Tirol entgegen. Unser Verkehrsminister erscheuert: Mehrmals im Jahr lange Lkw-Staus fast bis nach München, welch ein Skandal! Der freie Warenverkehr gefährdet, Vertreter der Wirtschaft mehr als erbost. Und es kommt noch schlimmer: Den Lkw-Verkehr will der Tiroler auch noch auf die Schiene verlagern! Welch Frevel! Und starker Tobak für unseren Minister.

 

Doch da erscheint am Horizont die bayerische Super-Ilse – noch frisch im Amt – und verkündet stolz die Lösung: Um den endlosen Lkw-Verkehr in Tirol am Tag zu entzerren, solle die Lkw-Kolonne vermehrt durch die Nacht donnern, wenn alles schläft und sich für einen neuen Arbeitstag fit macht, über B15 neu, Inntal und Brenner. Dazu brauche Tirol ja bloß das strikte Nachtfahrverbot für den Brenner kippen … Genial! Stört das Nachtfahrverbot doch seit Jahren den grenzüberschreitenden Warenverkehr.

 

Was kann man da noch sagen? Nicht geaignert für den Verkehrsministerjob, unsere Ilse. Oder frei nach Heinrich Heine: Denk ich an CSU-Verkehrsminister in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht.

 

Wär’ doch schön, wenn bald wieder alle ruhig schlafen könnten. Glücklicherweise kommt die Bayernwahl, da können wir unsere Meinung kundtun.

 

Es wünscht euch allen angenehme Träume,

der Co-Trainer

 

30. 9. 2018

Keine Stimme für Heimatzerstörer !

 

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