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Dialogforum: Planung zur B15 neu geht unbeirrt weiter | Newsletter 42 vom 9. Juli 2021
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Liebe Mitstreiterin, lieber Mitstreiter,

mit etwas Verzögerung erreicht Sie unser neuer Newsletter. Aus einem nicht nachvollziehbaren Grund war uns kurzfristig das Sicherheitszertifikat für unsere Webseite abhanden gekommen. Unsere supergeniale Systemadministratorin hat sich ins Zeug gelegt und konnte mittels einer Konferenz über den großen Teich und einigen Folgetelefonaten das Problem klären. Danke Christine. Jetzt passt wieder alles und der Newsletter kann raus.

Worüber wir Ihnen an erster Stelle berichten wollen, das sind die Inhalte des 7. Dialogforums zur Landshuter Ost-Süd-Umfahrung. Am 1. Juli 2021 hat das Gremium ein weiteres Mal getagt. In Kürze: Bei den Planungen und auf der Baustelle der B15 neu an der A 92 gibt es keinen Stillstand. In diesem Newsletter haben wir die Details für Sie aufbereitet, über welche das Staatliche Bauamt Landshut und das Bayerische Verkehrsministerium die teilnehmenden Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltungen und aus der Zivilgesellschaft in Kenntnis setzten.

Endlich steht auch der Termin für unsere Jahreshauptversammlung 2021 fest: Wir treffen uns am Abend des 3. September in Adlkofen-Blumberg. Bitte Termin gleich vormerken. Näheres dazu lesen Sie unten im Newsletter. Wie immer sind Interessierte herzlich zur anschließenden Informationsveranstaltung willkommen.

Und natürlich beschäftigt auch uns die bevorstehende Bundestagswahl 2021. Wir bereiten dazu etwas vor und werden Sie informieren, sobald die Sache spruchreif ist.

Mit den besten Grüßen
Ihre Gemeinschaft der Betroffenen und Gegner der B15 neu

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Auf dem Dialogforum vom 1. Juli 2021

Die Planung zur B15 neu geht unbeirrt weiter

Solange es keinen politischen Stopp für den Weiterbau der B15 neu gibt, planen Verkehrsministerium und Staatliches Bauamt Landshut ganz offensichtlich unbeirrt weiter an der Ost-Süd-Umfahrung Landshuts. Bekanntlich ist dies ein besonders sensibler Teil der B15 neu, weil mit ihm die Isar und die im Süden anschließende Isarhangleite gequert werden. Auch das bisher idyllisch-ruhige Kleine Vilstal zwischen Geisenhausen und Altfraunhofen steht plötzlich für eine Neubautrasse im Blickfeld der Planer.

Die sogenannte Stadtumfahrung von Landshut steht im aktuellen Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2030 als Vordringlicher Bedarf (VB). Streng genommen folgen die Behörden also nur ihrem gesetzlichen Auftrag. Ob aber ein einfaches Weiter-so im Angesicht von Klimakrise und den strengen Vorgaben des Bundesverfassungsgerichtsurteils vom April 2021 weise ist, ob ungebremste Flächenversiegelung und in der Folge ein fortgesetztes Höfesterben richtig ist, das stellen wir nach wie vor in Frage.

Was waren nun die zentralen Erkenntnisse auf dem Dialogforum ?

• Dass mit der Querung der Isarhangleiten, der sogenannte Bauabschnitt (BA) II, und der Trassenführung durch das Kleine Vilstal (BA III) eine hohe Umweltbetroffenheit gegeben ist, darauf hatte der Bund Naturschutz in einer naturschutzfachlichen Stellungnahme hingewiesen. Deshalb ist jetzt offensichtlich eine erweiterte naturschutzfachliche Planung für den BA II beauftragt worden, die Ende des Jahres abgeschlossen sein soll.

• Eine neue Trassenführung der B15 neu bis Geisenhausen (Variante 1c) wurde den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Dialogforums von Baudirektor Robert Bayerstorfer vom Staatlichen Straßenbauamt Landshut und von Rainer Popp, Referatsleiter der Abteilung Straßenbau im Bayerischen Verkehrsministerium, vorgestellt. Die neue Trassenführung ersetzt die bisherige Variante. Die Verkehrsplaner sprechen von einer "verkehrlich attraktiveren Neubaustrecke".

Eine wichtige Neuigkeit ist, dass auf die bisher vorgesehene Zerschneidung des FFH-Gebiets an der Isarhangleiten verzichtet werden soll. Das minimiert die ökologischen Risiken und soll den Gegnern des Weiterbaus der B15 neu südlich der A 92 den Wind aus den Segeln nehmen. Stattdessen ist jetzt ein 2,1 km langer tiefliegender Tunnel mit 3,7% Steigung zur Unterfahrung der Hangleiten vorgesehen. Damit wäre das FFH-Gebiet durch die B15 neu nicht mehr direkt betroffen.

Der geplante, tiefliegende Tunnel mit 2 getrennten Röhren erhöht die Baukosten lt. Staatlichem Bauamt Landshut für den BA II in voraussichtlich dreistelliger Millionenhöhe. – Für den Tunnel liegt noch keine Genehmigung vor, er wurde jedoch von der Mehrheit der Teilnehmer des Dialogforums befürwortet. Wichtig zu wissen: Vorgestellt wurden bisher allein PLÄNE für den Weiterbau und keine Beschlüsse! Die Detailplanung steht noch aus.

Durch die neue Variante 1c entfallen die Baukosten für den (alternativen, jetzt verworfenen im Planfall 1b erforderlichen) Knoten mit der B299 sowie die Kosten für den Ausbau der B299 bis Geisenhausen. Durch diese Einsparung ließe sich, so Bayerstorfer, der lange Tunnel unter der Isarhangleiten teilweise finanzieren. Die gleichwohl verbleibenden Mehrkosten soll der Gesetzgeber vor Baubeginn noch nachträglich bewilligen.

Die B299 wird bis auf weiteres nicht ausgebaut. Ein 3-streifiger Ausbau der B299 von Landshut bis Vilsbiburg soll erst für den nächsten BVWP angemeldet werden.

• Um ab Geisenhausen den Fernverkehr vorübergehend von der B15 neu zur B15 (alt) zu leiten, ist eine Verbindungsstraße durch das Kleine Vilstal (BA III) vorgesehen, mit dem definierten Regelquerschnitt RQ 11,5 ohne Überholfahrstreifen (ÜFS). Die dafür angenommene Fahrbahnbreite entspricht der für Bundesstraßen (bis zu 20.000 Fahrzeuge täglich). Wofür das kleine "+"-Zeichen nach dem Regelquerschnittswert steht (siehe Abbildung), konnten wir nicht ermitteln. Ob aber die Trasse durchs Kleine Vilstal tatsächlich irgendwann gebaut werden wird, das steht aus heutiger Sicht noch in den Sternen. Fürs Erste wurde sie als Vorhaben in den nächsten BVWP verschoben.

Was bedeutet diese Planung für die Verkehrsentwicklung auf der Landshuter Ost-Süd-Umfahrung?

Dazu haben die Straßenplaner den Teilnehmern des Dialogforum einiges an Zahlenmaterial vorgelegt (mehr dazu in der Präsentation von Robert Bayerstorfer, siehe Seiten 31ff):

Und wie sind die weiterführenden Pläne zur B15 neu ?

• Der durchgängige Weiterbau der B15 neu von der A 92 (Kreuz Landshut) bis Rosenheim bleibt weiterhin als Staatsziel bestehen.

Stimmen auf dem Dialogforum

Der Landshuter Oberbürgermeister Putz vermisste die fehlende Unterstützung der
südlichen Landkreise Erding, Mühldorf und Rosenheim beim Weiterbau der B15 neu. Er könnte sich einmal fragen, warum das wohl so ist. Im Landkreis Mühldorf jedenfalls ist man froh, mit dem neuen Landrat Max Heimerl einen Mann mit Realitätssinn und Weitblick zu haben.

Reinhold König vom Bund Naturschutz sieht im Forum eine reine "Alibiveranstaltung".

Unsere Vorsitzende Gisela Floegel stimmt ihm zu und ergänzt: "Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Dialogforum entscheiden nicht, sie können lediglich die Entscheidung der Behörden zur Kenntnis nehmen." – Dialog stellt man sich anders vor.

Unser Fazit

Solange politisch keine Neuausrichtung passiert – statt Neubau von Staatsstraßen die dringliche Sanierung maroder Verkehrswege und einsturzgefährdeter Brücken, statt Gütertransport auf der Straße Verlagerung auf Schienenwege – scheinen Verkehrsplanungen einfach weiterzulaufen, selbst wenn sie jahrzehntealt sind. Schlechte Zeichen in einer Zeit, in der die Klimaerwärmung schon längst Umdenken erfordert und tatkräftiges Handeln für eine nachhaltige Zukunft bei Verkehr, Landwirtschaft und Industrie.

Kartenmaterial fürs Detailstudium

Auf der Website des Dialogforums, die vom Staatlichen Bauamt Landshut betrieben wird, finden Sie sehr genaue Pläne zur neuen Trassenvariante 1c – Aber Achtung, Sie brauchen u.U. Geduld: Das Runterladen und Öffnen kann wegen des großen Datenumfangs ein wenig dauern.

• Übersichtslageplan

• Nördlicher Teil von LAs 14 (südlich Anschlusstelle an der A 92) an Adlkofen vorbei bis Geisenhausen

• Teil durchs Kleine Vilstal von Geisenhausen vorbei an Altfraunhofen bis zur B15 alt (geplant als Interimslösung)

• Weitere Karten aus der Voruntersuchung

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Ankündigung

Jahreshauptversammlung 2021

Der Termin für unsere Jahreshauptversammlung 2021 steht nun fest. Wir freuen uns: Es wird – soweit sich das heute sagen lässt – nicht eine weitere digitale Veranstaltung sein, sondern wir treffen uns gemeinsam nach längerer Unterbrechung wieder im Wirtshaus.

Nach der Jahreshauptversammlung der Gemeinschaft findet wie immer eine Informationsveranstaltung für die Allgemeinheit statt. Endlich werden wir wieder nebeneinander sitzen und miteinander ratschen können.

Wann? 3. September 2021
ab 19 Uhr: Jahreshauptversammlung
ab 20 Uhr: Informationsveranstaltung

Wo? Im Gasthaus Westermeier in 84166 Adlkofen, Blumberg 11

 

Unser Widerstand befindet sich nunmehr im 47. Jahr und noch immer ist das Ende nicht greifbar. Die Bundestagswahl steht vor der Tür und dieses Mal ist die Wahl eine Klimawahl. Nach langen Jahren des Zögerns und Zauderns muss die nächste Bundesregierung jetzt die Weichen Richtung Klimaschutz stellen. Sie muss beherzt erste notwendige und unaufschiebbare Schritte unternehmen. Dazu passt kein Neubau einer gelben Autobahn, egal ob sie B15 neu heißt oder Landshuter Umfahrung. Dazu passen nicht immer neue Straßenprojekte auf Kosten der Revitalisierung der Bahn. Dazu passt keine weitere Versiegelung wertvollsten Ackerlandes. Dazu passt kein Weiter-So !

Deshalb stellen wir unsere Informationsveranstaltung dieses Jahr unter das Motto "Keine Stimme für die B15 neu". Der Vorstand und weitere kompetente Redner werden Sie auf den aktuellen Stand zur B15 neu bringen.

Haben Sie Familie, Freunde oder Bekannte, die von den neuen Planungen rund um Adlkofen oder durch das Kleine Vilstal betroffen sein könnten? Dann bringen Sie sie doch einfach mit zur Informationsveranstaltung. Interessierte sind herzlich willkommen !

Die Einladung an die Mitglieder unserer Gemeinschaft verschicken wir demnächst. Die Mitgliederversammlung mit der Wahl des neuen Vorstands beginnt um 19 Uhr.

Schnell noch Mitglied der Gemeinschaft werden? Das geht ganz einfach:

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Wie kann ich der Gemeinschaft beitreten?

Für nur 12 Euro Jahresbeitrag werden Sie Mitglied in der „Gemeinschaft der Betroffenen und Gegner der Autobahntrasse Regensburg Rosenheim (B15 neu) e.V. gegründet 1974“. Unser Verein finanziert sich ausschließlich aus den Mitgliedsbeiträgen und privaten Kleinspenden für die Vereinskasse. Zur Satzung geht's hier.

Hier finden Sie das Beitrittsformular. Einfach ausdrucken, unterschreiben und schicken an:

Adolf Weindl
Trappentreustraße 8
84149 Eberspoint
Fax 08743 9606-1699

Das Beitrittsformular finden Sie auch unter dem Reiter "Beitreten" auf unserer Webseite.

Unsere Gemeinschaft ist vom Finanzamt Mühldorf als gemeinnützig anerkannt.

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Viele weitere Informationen auf stop-b15-neu.de

Viele Fakten haben wir in alphabetischer Form für Sie hier aufbereitet.

Ausführliches Kartenmaterial gibt es hier.

Mit unserem Newsletter halten wir Sie auf dem Laufenden.

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hier nicht
und nicht anderswo

Die B15 neu zerschneidet unsere Heimat! Sie vernichtet Bauern, Land und Höfe! Sie belastet viele neue Ortschaften! Sie verhindert sinnvolle Verkehrslösungen! Sie verschwendet Steuergelder, egal auf welcher Trasse! Sie macht weiter mit der maßlosen Flächenversiegelung in Bayern.

Wir brauchen endlich Lösungen! Deshalb

• sind wir nach wie vor für den Stopp der B15 neu an der A 92.

• treten wir ein für eine echte Verkehrslösung für Landshut.

Ziel einer zukunftsfähigen Verkehrswegepolitik muss es sein, dass Neuerungen zur verkehrlichen Infrastruktur von den Bürgerinnen und Bürgern mitgetragen werden.

an der A 92


Wir bleiben dran!

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