B15 neu bis zur LA 14: Kritikpunkte weiterhin ungeklärt
Die Landshuter Zeitung berichtete am 21. Januar über den aktuellen Stand bei der B15 neu. Der Weiterbau im Raum Landshut wird derzeit weiter vorangetrieben, ob und wann es in diesem Jahr zu einem Planfeststellungsbeschluss kommt, ist aber noch offen. Für uns als Gemeinschaft der Gegner und Betroffenen der B15 neu ist klar: Sollte der Planfeststellungsbeschluss für den Abschnitt bis zur LA 14 in der derzeit vorliegenden Form ergehen, werden wir dagegen klagen.
Unsere Einwände bleiben bestehen
Wir haben im bisherigen Planfeststellungsverfahren zahlreiche Einwände eingebracht. Aus unserer Sicht konnten diese von den zuständigen Behörden nicht entkräftet werden. Besonders schwer wiegen dabei die massive Flächenversiegelung, der irreversible Verlust wertvoller landwirtschaftlicher Nutzflächen sowie die Beeinträchtigung sensibler Schutzgebiete.
Auch der Kosten-Nutzen-Faktor des Projekts überzeugt uns nicht. Er erscheint aus unserer Sicht schöngerechnet und hält einer realistischen Betrachtung nicht stand. Angesichts der angespannten Haushaltslage und des erheblichen Sanierungsstaus bei bestehenden Straßen und Brücken in ganz Deutschland ist dieses Projekt finanziell nicht tragbar. Die Gesamtkosten für die Ost-Umfahrung liegen nach jetzigem Stand bei etwa 565 Millionen Euro schreibt die Landshuter Zeitung in ihrem Artikel. Viel Geld, das aus unserer Sicht anderswo sicherlich sinnvoller investiert werden könnte.
Verkehrlich und planerisch unsinnig
Darüber hinaus halten wir die Planung verkehrlich und konzeptionell für nicht schlüssig. Eine neue Bundesstraße, die nicht an eine durchgehend leistungsfähige, vierstreifige Verkehrsachse angebunden ist, schafft neue Engpässe statt Lösungen. Die behauptete Entlastungswirkung für Landshut ist aus unserer Sicht zweifelhaft, während zusätzlicher Verkehr in bislang vergleichsweise unbelastete Orte gelenkt würde.
Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten – diese Erfahrung wird hier bewusst in Kauf genommen.
Unser Ziel
Unser Ziel bleibt es, den Weiterbau der B15 neu zu verhindern und stattdessen eine Verkehrspolitik einzufordern, die Bestandserhalt, Umwelt- und Klimaschutz sowie die Lebensqualität der betroffenen Menschen ernst nimmt.
Unserer ausführliche Stellungnahme steht hier im Pressebereich zum Download bereit.
