Offener Brief an Verkehrsminister Bilger

Wir fordern klare Prioritäten bei Verkehrsinvestitionen

Hohe Kosten, knappe öffentliche Mittel, ein großer Sanierungsbedarf im bestehenden Straßennetz und erhebliche Eingriffe in Natur und Landschaft: Für uns ist klar, dass die Prioritäten im Straßenbau neu gesetzt werden müssen. Deshalb haben wir uns in einem Schreiben an Bundesverkehrsminister Steffen Bilger gewandt. Wir gratulieren ihm zu seinem Amtsantritt und verbinden dies mit einer klaren Forderung: Angesichts begrenzter finanzieller Mittel muss sorgfältig geprüft werden, welche Verkehrsprojekte tatsächlich notwendig und vorrangig sind.

Aus unserer Sicht sprechen viele Gründe gegen einen weiteren Ausbau der B15 neu. Der geplante Weiterbau bis Geisenhausen verursacht enorme Kosten, während gleichzeitig vielerorts dringend Geld für den Erhalt und die Sanierung bestehender Straßen und Brücken benötigt wird. Hinzu kommen die erheblichen Auswirkungen auf Natur und Landschaft. Besonders kritisch sehen wir die geplante Querung des FFH-Gebiets „Untere Isar“. Hier geht es nicht nur um zusätzlichen Flächenverbrauch, sondern um den Schutz wertvoller Lebensräume und gefährdeter Arten.

„Wir erwarten von der neuen Bundesregierung, dass sie bei der Verkehrsinfrastruktur verantwortungsvoll mit den vorhandenen Mitteln und unserer Umwelt umgeht“, sagt Theresa Herdt, Sprecherin der BI Stop B15 neu Adlkofen. „Neue Straßen dürfen nicht länger Vorrang vor dem Erhalt bestehender Infrastruktur und dem Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen haben.“

Wir fordern deshalb den sofortigen Stopp der weiteren Planungen für die B15 neu. Statt Milliarden in ein überdimensioniertes Straßenprojekt zu investieren, müssen nachhaltige und zukunftsfähige Verkehrslösungen für den Raum Landshut entwickelt werden.

Unser vollständiges Schreiben an Bundesverkehrsminister Steffen Bilger lesen Sie hier: Offener-Brief-Verkehrsminister-Bilger.pdf und in unserem Pressebereich

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